e*camp http://ecamp.blogsport.de Wed, 03 Jul 2013 19:09:45 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Feedback und Gedanken zum e*camp http://ecamp.blogsport.de/2013/07/03/feedback-und-gedanken-zum-ecamp/ http://ecamp.blogsport.de/2013/07/03/feedback-und-gedanken-zum-ecamp/#comments Wed, 03 Jul 2013 19:09:45 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/07/03/feedback-und-gedanken-zum-ecamp/ Liebe e*Camper_innen.

Das Camp war nicht nur reich an Vorträgen und Workshops, verhasster oder vergötterter Musik und Sonnenschein, sondern auch an kontroversen Diskussionen.

Viele spannende Auseinandersetzungen fanden außerhalb der vielbesuchten Veranstaltungen statt, nämlich danach, dazwischen und davor in sich (spontan) bildenden Debattierballungen.

Viele der gemachten Erfahrungen lassen sich womöglich nur begrenzt in Worte fassen oder überhaupt ins Bewusstsein rufen. Doch wir sind begierig, daran teilzuhaben, was euch bewegt hat, was bei euch haften geblieben ist. Gibt es vielleicht etwas, das ihr uns schreiben wollt (zur Veröffentlichung oder auch nicht)?
Es geht jedoch nicht allein um Erfahrungen, sondern auch um die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf das Schwerpunktthema und die Fragestellungen im vorhinein. Es würde uns freuen, wenn das Camp weiterführende Diskussionen dahingehend angestoßen hätte und noch anstoßen könnte.

Wir werden demnächst viele der Vortragsmitschnitte veröffentlichen.
Dann könnt ihr nochmal die einzelnen Vorträge nachhören, um dann ggf. aufzuschreiben, was euch an den Aussagen der vortragenden XYZ besonders aufgeregt oder inspiriert hat. wo sind die Knackpunkte, wo liegen die Hauptstreitpunkte oder unvereinbarkeiten feministischer Theorie(n) heute?
Was geht vielleicht zusammen – und wie? Wie definitiv nicht?
Gibt es eine Art Fazit, das du aus den Veranstaltungen und Drumherum-Diskussionen gezogen hast?

Welche Gedanken kamen euch?
“Bisher hab ich immer gedacht, xyz wäre abcd, aber jetzt…”
“Ich muss unbedingt mal XYZ lesen.”
“Ich muss unbedingt aufhören XYZ zu lesen.”
“Ist das hier ne Agitationsveranstaltung?”
“Ich muss mich konform Verhalten, sonst passiert was Schlimmes”
“Krass, das hab ich mich noch nie gefragt…”
“Mit so ’ner Position ist das nicht mehr mein_e Freund_in.”
“Hääh???”

Wir haben schon auf dem Camp Feedback bekommen, mit dem wir uns auseinandersetzen werden. aber vielleicht gibt es noch mehr, das gesagt werden will.
Uns interessiert einfach ALLES.

Schreibt uns an e_vibes@riseup.net mit einem Vermerk, ob wir es veröffentlichen können oder sollen oder nicht.
Oder veröffentlicht selbst auf der Facebookveranstaltungsseite, sofern ihr euch da rumtreibt.
Oder als kommentar zu diesem Posting auf unserem e*camp-Blog, wo wir ausnahmsweise die Kommentarfunktion zugelassen haben.

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Fundsachen http://ecamp.blogsport.de/2013/06/19/fundsachen/ http://ecamp.blogsport.de/2013/06/19/fundsachen/#comments Wed, 19 Jun 2013 15:47:38 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/06/19/fundsachen/ Es wurden verschiedenste Sachen von uns mit nach Dresden genommen.
Bitte meldet euch bei uns wenn ihr etwas wiederhaben möchtet.

* Jacken
* Pullis
* Hand- und Abtrockentücher
* FlipFlops
* Taschenmesser

Uns ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Es wurde kein Schlüsselbund gefunden, sondern verloren. Falls du also einen Schlüsselbund gefunden hast melde dich bitte bei uns.

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http://ecamp.blogsport.de/2013/06/19/fundsachen/feed/
Infotelefon nicht erreichbar? Dann bitte per SMS versuchen http://ecamp.blogsport.de/2013/06/06/infotelefon-nicht-erreichbar-dann-bitte-per-sms-versuchen/ http://ecamp.blogsport.de/2013/06/06/infotelefon-nicht-erreichbar-dann-bitte-per-sms-versuchen/#comments Thu, 06 Jun 2013 13:33:52 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/06/06/infotelefon-nicht-erreichbar-dann-bitte-per-sms-versuchen/ Leider hat unser Infotelefon (01573 – 167 80 37) schlechten Empfang auf der Burg. Wenn ihr uns nicht erreicht, schickt bitte stattdessen eine SMS, die sollte dann früher oder später ankommen. Falls das so nicht funktioniert, werden wir eine alternative Nummer mit besserem Netz bekanntgeben.

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News http://ecamp.blogsport.de/2013/06/01/news-2/ http://ecamp.blogsport.de/2013/06/01/news-2/#comments Sat, 01 Jun 2013 19:54:58 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/06/01/news-2/ DGS Dolmetscher_innen
Leider müssen wir euch mitteilen, dass unsere Gebärdendolmetscher_innen für das kommende Wochenende abgesagt haben.
Das hatte verschiedene Gründe. Zum Einem sind zwei Personen für so viele Veranstaltungen zu wenig. Die war uns bewusst, jedoch hatten wir nicht die Kapazitäten und vor allem nicht die finanziellen Mittel um weitere Dolmetscher_innen anfragen zu können.
Zum Anderen gab es von ihrer Seite aus Kritik an unserer Vorgehensweise und wir werden versuchen diese für kommende Veranstaltungen zu berücksichtigen. Es ist wichtig, dass von Anfang an Dolmetscher_innen an der Konzeptionalisierung mitwirken können. So müssen Details nicht rückwirkend mit Referent_innen abgesprochen werden und eine Vorbereitung der Dolmetscher_innen auf die Themen kann frühzeitiger stattfinden.

Vorträge/Workshops
Ann Wiesental
Ann Wiesenthal kann leider kurzfristig doch nicht kommen – aber die angekündigte „Einführung in das Kapital von Marx“ wird trotzdem stattfinden: Susann übernimmt dankenswerterweise.

Eva von Redecker
Der Vortrag von Eva von Redecker „Einführung in die Queer Theorie“ wird nicht wie geplant am Freitag, sondern am Sonntag um 14h stattfinden.

Sookee
Sookee kommt nun doch nicht zum Camp. Um möglichen Nachfragen vorzugreifen:
Ja, wir haben sie auf ihren umstrittenen Auftritt beim Workers Youth Festival angesprochen. Ihre Antwort ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Sie hat ihre Campteilnahme u.a. aus persönlichen Gründen abgesagt.

Wissensbarrieren

Wir veranstalten das Camp, um uns selber näher mit den Themen auseinanderzusetzen, die uns beschäftigen. Wir wollen uns gemeinsam mit euch an ein Verständnis der Zusammenhänge von Kapitalismus und Geschlecht herantasten.

Das Camp beinhaltet einführende und vertiefende Veranstaltungen. Jedoch ist die Beschreibung „einführend“ natürlich relativ zum jeweiligen Vorwissen. Wir haben Bedenken, dass Menschen angesichts des doch sehr wissenschaftlich geprägten Lineups dem Camp fernbleiben, weil mensch denken könnte: Keine Chance, nur Checker_innen willkommen.
Wir werden auch nicht alles verstehen, was referiert wird. Wir haben nur eben den Anspruch bzw. Wunsch, mehr verstehen zu lernen. Wir hoffen, dass sich das Camp wenig um das kurzfristige und unbefriedigende Gefühl, schlauer zu sein als andere, drehen wird.

Wie kann mensch ohne die Angst vor Unwissenheit dazulernen? Wir haben uns dazu viele Gedanken gemacht, woraus u.a. die folgende Idee hervorging: Es werden Karten mit der Aufschrift „Hääh?“ ausliegen, die jede_r selbständig nutzen kann. Wenn in Vorträgen oder größeren Diskussionen Inhalte unklar sind, dann ist es möglich, sie hochzuhalten, um der_dem Vortragenden oder Mitdiskutierenden visuell zu verdeutlichen, dass etwas unklar ist (Passagen oder Wörter) – ohne sich dabei allzu „klein“ machen zu müssen. Das heißt nicht automatisch, dass dann sofort erklärt werden muss, denn das kann unter Umständen tatsächlich auch Diskussionen zerstören – aber manchmal wiederum erst ermöglichen. Wir hoffen einfach auf einen sensiblen Umgang damit, bei allen Beteiligten. Mal den eigenen eingefahrenen Diskussionsstil hinterfragen fügt sicher so mancher Checker_in keinen ernsthaften Schaden zu.

Eine andere konkrete Idee für das Camp ist eine interaktive Pinnwand, an der Leute sich gegenseitig Worte oder Sachverhalte erklären bzw. Verständnisfragen stellen können – was somit auch anonym möglich wird.

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http://ecamp.blogsport.de/2013/06/01/news-2/feed/
Zum Thema Barrieren und Hürden auf dem Camp http://ecamp.blogsport.de/2013/05/22/zum-thema-barrieren-und-huerden-auf-dem-camp/ http://ecamp.blogsport.de/2013/05/22/zum-thema-barrieren-und-huerden-auf-dem-camp/#comments Wed, 22 May 2013 04:58:43 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/05/22/zum-thema-barrieren-und-huerden-auf-dem-camp/ English

Wir hätten gern, dass an unserem Camp alle teilnehmen können, die an den Inhalten interessiert sind. Wir wissen aber auch, dass dem nicht so ist. Orte sind nicht nur physisch, sondern auch sozial strukturiert. Es gibt verschiedene Barrieren (strukturelle Hindernisse) und Hürden, die Partizipation verhindern. Die Beseitigung dieser Barrieren ist keine Privatangelegenheit von Einzelpersonen, sondern eine Aufgabe aller (bzw. wenn es um dieses Camp geht vor allem Angelegenheit der Vorbereitungsgruppe).
Unser Anspruch in den Vorplanungen des Camps war der, so viele Barrieren wie möglich zu beseitigen, denn Barrierearmut bedeutet für uns auch einen Abbau von Herrschaft.

Uns geht es mit diesem Text weder darum irgendetwas zu entschuldigen, weil bestimmte Barrieren immer noch vorhanden sind, noch darum, unser Camp als besonders barrierefrei zu labeln (denn das ist es nicht). Es geht darum Ideen und einen Teil des Auseinandersetzungsprozesses festzuhalten. Zum einen für uns, damit wir mehr Aspekte für zukünftige Planungen von Anfang an berücksichtigen können. Dann aber auch für andere Gruppen, die Veranstaltungen planen wollen, als Anregung bestimmte Dinge auszuprobieren, von vornherein mit zu denken und umzusetzen.

Bei der Suche nach einem geeigneten Ort für das Camp war es uns wichtig, dass dieser rollstuhlgerecht ist. Auf einer Internetseite zu Gruppenunterkünften wurde uns die Burg Lohra als “rollstuhlgerecht” empfohlen. Erst sehr spät wurde in der Auseinandersetzung mit dem Verwalter des Objektes klar, dass dieses Prädikat fälschlicherweise vergeben wurde. Wir hofften dennoch mit einigen Rampen etc. genügend Veränderung schaffen zu können. Nun haben wir es endlich geschafft die Burg zu besichtigen und mussten feststellen: Rollstuhlgerechtigkeit = Fehlanzeige. Das Gelände ist teilweise uneben, einige Treppen sind viel zu steil, viele Türen zu schmal, die Toiletten zu klein, die Duschen nicht ebenerdig und ebenfalls zu schmal. Dieses Ergebnis gefällt uns nicht. Wir haben es versäumt die Örtlichkeit vor Vertragsabschluss zu besichtigen, um sie hinsichtlich möglicher Barrieren zu prüfen.

Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt legten wir auf das Übersetzen für Menschen, die wenig oder kein Deutsch sprechen. Bei den Übersetzungen von Texten, die im Vorfeld des Camps veröffentlicht wurden (Ankündigung etc.), konnten wir auf einige hilfsbereite Menschen zurückgreifen, die sich im Zuge unseres Hilfsgesuches bei uns gemeldet haben. Danke an dieser Stelle an euch alle für die Unterstützung! So wurde es möglich gemacht, dass es bereits viele Texte in mehreren Sprachen gibt.
Noch konnte nicht alles übersetzt werden, wir sind aber weiterhin bemüht hier zumindest das Englische zu vervollständigen.
Auf dem Camp werden noch Menschen gebraucht, die eine sogenannte Flüsterübersetzung übernehmen würden. Wir hoffen, dass durch diese alle Menschen, die zum Camp kommen, eine Übersetzung erhalten können.Falls ihr so eine Übersetzung anbieten könnt und wollt, freuen wir uns, wenn ihr euch bei uns meldet.

Für Menschen, die wenig oder nicht hören, werden zwei Dolmetscher_innen für Deutsche Gebärdensprache zum Camp kommen. Sie werden gemeinsam Workshops, Vorträge und Plena dolmetschen können. Außerdem werden alle Telefonnummern, die wir im Vorfeld des Camps veröffentlichen auch per SMS erreichbar sein. Falls es weitere interessierte Dolmetscher_innen gibt, wären wir sehr erfreut, wenn sie sich bei uns melden würden.

Ein weiteres Feld der Auseinandersetzung war das Thema “Leichte Sprache”. Es zeigte sich schnell, wie “kompliziert” Leichte Sprache sein kann, insbesondere, wenn es darum geht sehr komplexe Themen umzuformulieren. An dieser Stelle waren wir überfordert und nahmen deshalb von diesem umfassenden Anspruch Abstand.

Es gibt immer wieder Diskussionen, die sich um Akademisierung von feministischen Kreisen drehen. Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, Themen differenziert zu analysieren und zu diskutieren. Genauso wichtig ist es aber auch Inhalte möglichst verständlich (!) für möglichst viele zu thematisieren.
Um dies umzusetzen bieten wir zu bestimmten Themen Einführungsveranstaltungen an. Zusätzlich gibt es ein Glossar, in dem wir versucht haben einige Begriffe, die häufig in Diskussionen vorkommen, zu erklären.

Eine weitere Hürde auf Veranstaltungen kann eine fehlende Kinderbetreuung darstellen. Für uns ist es insbesondere im Kontext eines feministischen Camps wichtig, dass Verantwortlichkeiten in der Kinderbetreuung keine Selbstverständlichkeit (“Frauensache”, Kleinfamilie) sind.
Mindestens eine Person wird sich durchgängig für die Betreuung von Kindern verantwortlich fühlen, jedoch wäre es schön, wenn sich auch noch andere Menschen dafür auf dem Camp fänden.

Wir wissen, dass wir als Veranstalter_innen Barrieren und Hürden unbeabsichtigt mitproduzieren und wir womöglich nicht einmal ansatzweise alles mitgedacht und leider auch nicht umgesetzt haben. Einiges ist aus finanziellen Gründen gescheitert, aber vor allem haben wir gemerkt, dass viel an der Prioritätensetzung liegt und daran wieviel Zeit und Energie man als Gruppe aufwenden kann und möchte.
Wir wissen, dass in dem Sinne nicht alles optimal verlaufen ist, hoffen aber dass zumindest die Vorhaben auf dem Camp gut umgesetzt werden können. Wir freuen uns hinsichtlich dessen auf Anregungen, Kritik und weitere Unterstützung.

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Umgang Miteinander http://ecamp.blogsport.de/2013/05/16/umgang-miteinander/ http://ecamp.blogsport.de/2013/05/16/umgang-miteinander/#comments Thu, 16 May 2013 10:53:03 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/05/16/umgang-miteinander/ Wir freuen uns auf ein entspanntes und spannendes Camp mit vielen großartigen, rücksichtsvollen und sensiblen Menschen. In einer idyllischen Umgebung wollen wir uns kritisch mit einander und Gesellschaft auseinandersetzen.
Grundsätzlich wünschen wir uns ein respektvolles Miteinander, gegenseitige Rücksichtnahme und gemeinschaftliche Übernahme von Verantwortung. Wir wollen, dass sich alle Menschen wohl fühlen und frei entfalten können, ohne dabei die Grenzen Anderer zu verletzen, auch wenn diese nicht immer offensichtlich sind.
Es geht um ein richtigeres Leben im Falschen.

Diskriminierung und die Verletzung persönlicher Grenzen sind alltägliche Praxis in unserer Gesellschaft. Deshalb kann nie ausgeschlossen werden, dass unangenehme Situationen auftauchen.
Auf diese muss dann reagiert werden, damit das Camp zu einem möglichst angenehmen und sicheren Raum werden kann. Diese Reaktion sollte jedoch nicht planlos oder willkürlich verlaufen und darum haben wir uns Gedanken zum Umgang miteinander gemacht.

Prinzipiell ist für uns eine Grenze überschritten, wenn auf dem Camp menschenverachtende Einstellungen vertreten werden. Diesen werden wir keinen Raum bieten.
Wir differenzieren zwischen verschiedenen Handlungen: Ein Übergriff oder eine diskriminierende Beleidigung ist für uns etwas anderes als die leichtfertige Benutzung eines Begriffs mit diskriminierenden Implikationen. Wie wir mit solchen Vorfällen umgehen, werden wir anhand der konkreten Situation entscheiden. Wenn Menschen sich allerdings grundsätzlich gegen einen respektvollen Umgang miteinander wehren, werden wir sie des Camps verweisen.

Priorität hat für uns die Achtung persönlicher Grenzen. Wann eine solche Grenze überschritten ist und ob und wie Unterstützung nötig ist, können nur die davon betroffenen Menschen selbst entscheiden. Die Definitionsmacht darüber, was einer Person passiert ist, liegt allein bei ihr.

Was gerade bei Sommercamps immer wieder zu Auseinandersetzungen führt, ist der Umgang mit Nacktheit. Menschen haben aus unterschiedlichsten Gründen keine Lust, ungefragt nackte Körper sehen zu müssen. Das gilt insbesondere in Bezug auf nackte Oberkörper von Männern*, welche gesellschaftlich akzeptiert sind. Dies führt häufig dazu, dass viele Männer* schnell ihr T-Shirt ausziehen, wenn es warm ist. Auf der anderen Seite kann ein Sich-Ausziehen auch bestärkend sein, zum Beispiel für Frauen* oder Trans*Personen, die sonst in der Öffentlichkeit ganz anderen Blicken oder Sprüchen ausgesetzt sind. Deshalb haben wir uns entschieden, keine allgemeine Regel zum Umgang mit Nacktheit zu formulieren. Wir möchten euch aber bitten, diese Problematik zu bedenken und nicht leichtfertig einfach mal das Shirt auszuziehen.

Das Thema Begehren ist ein weiteres Spannungsfeld – sich kennenlernen, quatschen, einander näherkommen, flirten ist voll schön, solange dies auf gegenseitigem Einverständnis beruht. Im Allgemeinen wäre es ideal, wenn alle Handlungen auf einem von allen jeweils Beteiligten vereinbarten Konsens basieren. Einmal signalisiertes Einvernehmen kann in späteren Situationen nicht automatisch vorausgesetzt werden.

Diskussionen und Streitgespräche sind wichtig und erwünscht, jedoch angenehmer ohne dominantes Redeverhalten.

Für den Fall, dass es auf dem Camp dennoch zu Diskriminierungen oder Grenzverletzungen kommt oder du dich aus anderen Gründen unwohl fühlst, haben wir uns folgende Möglichkeiten überlegt:

Unterstützung
Die Unterstützer_innen sind für dich da und unter folgender Telefonnummer erreichbar: 01577-77 13 102

Wie die Unterstützung aussehen kann, entscheidest nur du selbst – wir machen nichts, was du nicht möchtest.
Als Grundsätze gelten für uns dabei Vertraulichkeit und Parteilichkeit.
Es wird auch englischsprachige (+ X) Unterstützer_innen geben.

Transformativ arbeiten
Unsere Priorität ist die Unterstützung von Menschen, die von Grenzverletzungen, Diskriminierung und /oder Gewalt betroffen sind. Dennoch ist unser Anspruch, die verletzende Personen darin zu unterstützen, ihr Verhalten zu reflektieren und zu ändern. Uns ist jedoch bewusst, dass während der Dauer des Camps keine umfassende Reflexion angestoßen werden kann. Dies liegt in der Hauptverantwortung der verletztenden Person selbst und ihres Umfeldes.

Safer Spaces
Das gesamte Camp soll ein „safer space“ (sichererer, geschützterer Raum) sein. Zudem wird es jedoch noch spezielle geschützte Räume geben:

Drinnen
Es wird von Freitag bis Montag auf dem Camp zwei Räume geben, die wir als Safer Space bezeichnen. Diese Räume befinden sich im “Weißen Haus”, in der zweiten Etage und sind mit Schildern gekennzeichnet. Hier kannst du dich zurückziehen. Alleine sein, oder nur mit den Menschen die du gerade bei dir brauchst.

Draußen
Es wird auf dem Camp ein Zelt geben, welches immer zugänglich ist. Auch hierhin kannst du dich zurückziehen oder in einer ruhigen Atmosphäre Infomaterial zu Awareness und Unterstützung lesen.

Weitere Räume
Gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse haben Auswirkungen auf Räume. Um denen etwas entgegenzusetzen, kann es sinnvoll sein, Räume ausschließend zu gestalten.
Derzeit ist schon ein Frauen_schlaf- und -sanitärbereich entstanden.

Hausrecht
Das Hausrecht während des gesamten Camps obliegt der Gruppe e*vibes.

Kritik
Wir möchten mit unseren Gedanken zu „Umgang miteinander“ zu einer entspannten und respektvollen Atmosphäre auf dem Camp beitragen. Wir versuchen, unsere Grundsätze und Vorgehensweisen möglichst transparent zu machen. Falls es zu Unmut oder Kritik kommt, werden wir einen Rahmen bieten, um diese gemeinsam zu diskutieren.

In diesem Sinne – lasst uns ein richtigeres Leben im Falschen versuchen.

Das * soll die gesellschaftliche Herstellung von „Männern“ und „Frauen“ sichtbar machen.

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http://ecamp.blogsport.de/2013/05/16/umgang-miteinander/feed/
Einladung: Vorüberlegungen zum Umgang miteinander auf dem Camp http://ecamp.blogsport.de/2013/04/21/einladung-vorueberlegungen-zum-umgang-miteinander-auf-dem-camp/ http://ecamp.blogsport.de/2013/04/21/einladung-vorueberlegungen-zum-umgang-miteinander-auf-dem-camp/#comments Sun, 21 Apr 2013 16:44:11 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/04/21/einladung-vorueberlegungen-zum-umgang-miteinander-auf-dem-camp/ English

Wir machen uns zur Zeit Gedanken darüber, wie wir auf dem e*camp miteinander umgehen wollen und wie wir evtl. auftretenden Grenzverletzungen, Diskriminierung und Gewalt vorbeugen, entgegenwirken bzw. auf diese reagieren können. Zum e*camp werden viele großartige, rücksichtsvolle und sensible Menschen kommen. Was jedoch (sowieso) nie ausgeschlossen werden kann ist, dass unangenehme Situationen auftauchen, auf die dann reagiert werden muss – am besten nicht planlos ;-)
Bei unserer letzten mehrtägigen Veranstaltung, dem „eh!“, hatten wir ein sogenanntes „Schutzkonzept“, das ihr hier nachlesen könnt. Dazu gab es eine Nachbereitung mit Kritik und weiterführenden Überlegungen, wovon es hier eine Zusammenfassung gibt.
Nun erarbeitet die e*vibes-Teilgruppe namens e*space (mehr Infos hier) Strategien für das e*camp: Wie wünschen wir uns den Umgang miteinander auf dem Camp? Wie bekommen wir das hin? Und ansonsten: Was geht gar nicht? Wie gehen wir mit Menschen um, die unsere Vorstellung vom Miteinander nicht teilen? Wie kann Grenzverletzungen, Diskriminierung, Gewalt vorgebeugt werden? Wie können Menschen, die davon betroffen sind/waren, gestärkt und unterstützt werden? Welche „Befugnisse“ soll eine Sensibilisierungs-/Awareness- oder Unterstützungs-Gruppe auf dem Camp haben? Wie können Entscheidungen getroffen werden? usw. usf.
Unsere Ideen und Schlussfolgerungen dazu würden wir euch gern vorstellen – weshalb wir euch herzlich zu einem Treffen einladen wollen:

Samstag, 11.05., 13 Uhr – Kosmotique e.V. (Lutherstraße 13)

Einerseits geht es darum, Feedback einzuholen: Wie findet ihr das? Wie klingen unsere Formulierungen? Muss irgendwas dringend verändert werden? Fehlt irgendwas völlig – haben wir irgendwas bisher gar nicht auf dem Schirm gehabt?
Andererseits geht es darum, herauszufinden, ob wer von euch sich vielleicht vorstellen kann, bestimmte Vorhaben (Unterstützung von Grenzverletzung oder Diskriminierung Betroffener, Arbeit mit grenzverletzenden oder diskriminierenden Personen, versch. Möglichkeiten der Sensibilisierung) auf dem Camp konkret mit umzusetzen.

Wir schreiben die Überlegungen bis dahin schonmal zu einem Text zusammen. Wenn ihr den schon vor dem Treffen lesen wollt, könnt ihr euch bei uns melden, dann bekommt ihr ihn, sobald er fertig ist.

Unsere Kapazitäten reichen zur Zeit leider nur dafür, den Text während des Er- und Bearbeitungsprozesses ausschließlich auf deutsch zur Verfügung zu stellen. Am Ende (nach dem Treffen am 11.05.) wird’s aber übersetzt.

Menschen, die an dem Tag nicht in Dresden sein können, aber trotzdem am Treffen „teilnehmen“, es verfolgen und kommentieren wollen, können dies über ein Live-Protokoll im Internet tun. Hier der Link :)

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http://ecamp.blogsport.de/2013/04/21/einladung-vorueberlegungen-zum-umgang-miteinander-auf-dem-camp/feed/
e*party http://ecamp.blogsport.de/2013/04/18/eparty/ http://ecamp.blogsport.de/2013/04/18/eparty/#comments Thu, 18 Apr 2013 19:04:20 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/04/18/eparty/ Soliparty für´s e*camp

Datum: 30.04.
Uhrzeit: 22h
Ort: AZ Conni
e*party Awarenessflyer

Musikalisch werden euch die Ehre erweisen:

Saal:
Jeronimo Abolafio (Detroit/Techno///Distillation Processe)
Natasha Gøld (Deep-/Techhouse /// Syndikat // Unikat)
Fluorie (Goa)

Bar:
FLiERS (Indie/Pop/Tronic /// DieSeR – Independent Club)
L_Sa & kikimike (Female Vocalists/Dream Pop/Eletronic /// Squeerdance)

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http://ecamp.blogsport.de/2013/04/18/eparty/feed/
Programm http://ecamp.blogsport.de/2013/03/31/programm/ http://ecamp.blogsport.de/2013/03/31/programm/#comments Sat, 30 Mar 2013 23:50:53 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/03/31/programm/ English

Endlich können wir euch einen Teil des lang ersehnten e*camp – Programms präsentieren.
In den nächsten Wochen wird es fortwährend aktualisiert werden und gerne könnt ihr selbst auch noch Beiträge einbringen.

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http://ecamp.blogsport.de/2013/03/31/programm/feed/
Yeah, die Plakate sind da! http://ecamp.blogsport.de/2013/03/19/yeah-die-plakate-sind-da/ http://ecamp.blogsport.de/2013/03/19/yeah-die-plakate-sind-da/#comments Mon, 18 Mar 2013 23:00:35 +0000 Administrator Allgemein http://ecamp.blogsport.de/2013/03/19/yeah-die-plakate-sind-da/ Plakat e*camp

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http://ecamp.blogsport.de/2013/03/19/yeah-die-plakate-sind-da/feed/